Die Feuerwehr Düsseldorf hat inzwischen wieder ihren Regeldienstbetrieb aufgenommen. Seitdem mussten die Einsatzkräfte zur Beseitigung der Gefahrenstellen auf den Straßen, Rad- und Gehwegen im Stadtgebiet zu weiteren 122 Schadensorten ausrücken. Bürger aus nahezu allen Düsseldorfer Stadtteilen meldeten über das vergangene Wochenende weitere Schäden, die eine sofortige Beseitigung erforderten. Größtenteils handelte es sich um lose Äste in Baumkronen , die durch das welke Laub auffallen.
Die Aufräumarbeiten durch Firmen und städtischen Mitarbeitenden dauern wohl noch mehrere Wochen. Die Grünflächen, Parks, Friedhöfe und Wälder sind noch nicht freigegeben. Dort laufen die Arbeiten zur Schadenbeseitigung oder werden bald begonnen. Auch die abschließende Kontrolle aller Bäume im Stadtgebiet steht noch auf der Agenda.
Und genau an diesem Punkt macht der Krisenstab der Stadt Düsseldorf auf eine Reihe versteckter Gefahren aufmerksam und appelliert dabei an die Vernunft aller.
Gefahren lauern vor allem unter hohen Bäumen, in deren Kronen noch abgebrochene Äste hängen. Solche Äste haben durchaus schon mal ein Gewicht von mehr als einer Tonne. Deshalb rät der Krisenstab dringend, die Absperrungen in entsprechend gekennzeichneten Bereichen unbedingt zu beachten. Das Gleiche gilt für Absperrungen im Umfeld von Gebäuden, auf deren Dächern sich noch lose Dachteile befinden.
Zum Entsetzen der Fachleute legen viele Bürgerinnen und Bürger ein erschreckendes Maß an Unvernunft an den Tag. Gesperrte Bereiche werden sorglos betreten und befahren. Ausdrücklich macht der Krisenstab auf die damit verbundenen erheblichen Risiken aufmerksam. Noch immer befinden sich hoch in Bäumen gebrochene Äste, die jederzeit herabstürzen können. An vielen Straßen ist teilweise jeder zweite Baum geschädigt, ohne dass dies für den Laien auf Anhieb erkennbar ist.
In Parks und Wäldern wird die Beseitigung der Schäden noch Wochen in Anspruch nehmen. Auch dort bestehen unter hohen Bäumen ähnliche Gefahren wie im Umfeld der Straßenbäume.
An alle Eltern ergeht die Bitte, Kinder auf diese Gefahren aufmerksam zu machen, die auch auf Schulwegen auftreten können. Der Appell des Krisenstabes lautet deshalb, den Blick beim Gang durch die Straßen nicht nur auf den Boden zu richten, sondern auch mal in die Höhe zu schauen in Richtung hoher Baumgipfel und Dächer.