Nach „Die Führung“ und „Schattenblick“ entwerfen die Künstler nun erneut Szenarien fremdartiger Schönheit inmitten einer natürlichen Umgebung, die in einer empfindsamen Betrachtung unser aller Zukunft fiktiv und poetisch darstellen. Es sind Aspekte der Dystopie, die Kathrin Spaniol und Morgan Nardi – in diesem Jahr gemeinsam für den Förderpreis für Darstellende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf nominiert – reizt, und die es als Grundlage für ihren neuen Performance-Walk „Schönheit“ nutzt. Das Duo wagt einen faszinierenden und poetischen Blick in die Zukunft der Menschheit. Dabei nutzen die Künstler diesmal die einzigartige Kulisse des Aaper Waldes und entführen die Teilnehmenden auf eine ganz besondere Exkursion zu den mystischen und legendenbehafteten Frauensteinen.
„Da der Ort der Frauensteine für uns ein Ort des Zuhörens und Geschichtenerzählens ist, spielt die stimmlich-auditive Dimension eine zentrale Rolle in diesem Projekt“, erklären Spaniol und Nardi. „Durch Einbeziehung der vorher erprobten Bewegungssensoren, die der Digital Artist Pietro Cardarelli programmiert, kreieren wir irritierende Wesen mit einer nicht zuordenbaren digital-archaischen Sprache.“
Treffpunkt für die Teilnehmenden der Performance-Exkursion ist die U-Bahnhaltestelle Oberrath. „Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wandern wir schließlich hinauf zu den Frauensteinen, werden dort dystopischen Erzählungen lauschen und einer unheimlichen Realität begegnen – spannend und faszinierend, poetisch und von betörender Schönheit.“